Category Archives: Tips, Tricks, Ideen

Nach dem vollen Namen suchen in WordPress geht nicht! Doch! Ooooh!

Wieder ein Problem, von dem man gar nicht denkt, daß es eins ist, bis man sich mal intensiver damit beschäftigt:

Kundin will die Benutzersuche erweitert haben. Standardmäßig kann man nur nach eMail-Adresse, Benutzernamen und WebSite-URL suchen, aber nicht nach Vorname, Nachname, Ort, PLZ oder Vor- + Nachnamen. Wieso das denn?

Das liegt vermutlich an der Struktur, wie die User in der Datenbank gespeichert sind. Die stehen in 2 Tabellen: wp_users und wp_usermeta.

In der wp_users steht nicht viel drin, aber wir haben die Spalten user_nicename, user_email und user_url. Das sind unsere Suchmöglichkeiten.
Die ganzen anderen Dinge stehen in der anderen Tabelle, der wp_usermeta, und die ist mit der wp_users über die ID verbunden:

 wp_posts.ID = wp_postmeta.user_id

Und hier haben wir jetzt plötzlich die interessanten Sachen: billing_first_name, billing_last_name und billing_city.

Also brauchen wir eine Suchfunktion danach. Ich hab bissl rumgegoogelt und das hier gefunden:

add_action( ‚pre_user_query‘, function( $uqi ) {
global $wpdb;
$search = “;
if ( isset( $uqi->query_vars[’search‘] ) )
$search = trim( $uqi->query_vars[’search‘] );if ( $search ) {
$search = trim($search, ‚*‘);
$the_search = ‚%‘.$search.’%‘;$search_meta = $wpdb->prepare(“
ID IN ( SELECT user_id FROM {$wpdb->usermeta}
WHERE ( ( meta_key=’first_name‘ OR meta_key=’last_name‘ )
AND {$wpdb->usermeta}.meta_value LIKE ‚%s‘ )
)“, $the_search);$uqi->query_where = str_replace(
‚WHERE 1=1 AND (‚,
„WHERE 1=1 AND (“ . $search_meta . “ OR „,
$uqi->query_where );
}
});

Aha aha!

EIgentlich dachte ich, man müßte eine Art SELECT user_id from wp_usermeta WHERE meta_key LIKE ‚billing_last_name‘ AND meta_value LIKE ‚%Suchbegriff%‘ machen, und dann die gefundene(n) User-ID(s) returnen oder sonstwie übergeben.

Aber der Autor des Snippets macht das anders: Er erweitert die Query erweitern, bevor sie ausgeführt wird, mit pre_user_query, und schreibt sich seine eigene WHERE-Bedingung, mit der er nachher die originale ($uqi->query_where) ersetzt. Toll. Ich kapiere seine syntaktischen Merkwürdigkeiten zwar nicht ganz, aber ich mach das jetzt auch so…und dann erweitere ich die eine Zeile noch mit der Stadt:

WHERE ( ( meta_key=’first_name‘ OR meta_key=’last_name‘ OR meta_key=’billing_city‘ )

Funktioniert.

Ich kann nach Heinz Becker in Bexbach suchen. ‚Heinz‘ findet alle Heinze, ‚Becker‘ alle Beckers, ‚Bexbach‘ alle, die in Bexbach wohnen. Oder auch die Bexbach heißen.

Äh…Moment…’Heinz Becker‘ findet gar nix. Nochmal die Query ansehen. Ja klar. Grmpf.
Die würde nur was finden, wenn Vorname, Nachname oder Stadt ‚Heinz Becker‘ heißen…tun sie aber nicht. Was nu?

Eigentlich müßte man 2 Abfragen machen, alle Heinze bei Vornamen, alle Beckers bei Nachnamen, und dann die User-ID ausgeben, die in beiden Abfragen enthalten ist.
Zuerst Vornamen namen suchen, ergibt ein Array der User-IDs aller Heinze. Danach dasselbe mit den Nachnamen, ergibt alle Beckers. Jetzt habe ich 2 Arrays.

Mit der schönen Funktion array_intersect kann ich rausfinden, ob es Elemente gibt, die in beiden Arrays vorhanden sind. Also da wo Vorname=Heinz und Nachname=Becker die gleiche user_id ergeben.

Klappt 🙂

Jetzt außendrum noch eine Abfrage, ob der Suchbegriff ein Leerzeichen enthält, damit eine einfache Suche weiterhin funktioniert.

Also so:

if (stristr($search, “ „)) {$search_exp = explode(“ „, $search);

// 1. Query: Vorname
$query1 = „SELECT * FROM wp_usermeta
WHERE meta_key = ‚first_name‘
AND meta_value LIKE ‚%“.$search_exp[0].“%'“;
$results1 = $wpdb->get_results($query1);
$vorname_ids = array();
foreach ($results1 as $key1 => $value1) {
$vorname_ids[] = $value1->user_id;
}

// 2. Query: Nachname
$query2 = „SELECT * FROM wp_usermeta
WHERE meta_key = ‚last_name‘
AND meta_value LIKE ‚%“.$search_exp[1].“%'“;
$results2 = $wpdb->get_results($query2);
$nachname_ids = array();
foreach ($results2 as $key2 => $value2) {
$nachname_ids[] = $value2->user_id;
}

$fullname_ids = array_intersect($vorname_ids, $nachname_ids);
$fullname_ids = implode(„,“, $fullname_ids);

$search_meta = $wpdb->prepare(“
ID IN (‚%s‘)“, $fullname_ids);

$uqi->query_where = str_replace(
‚WHERE 1=1 AND (‚,
„WHERE 1=1 AND (“ . $search_meta . “ OR „,
$uqi->query_where );
}

Klappt.

Vollständiger Code:

add_action( ‚pre_user_query‘, function( $uqi ) {
global $wpdb;

$search = “;
if ( isset( $uqi->query_vars[’search‘] ) )
$search = trim( $uqi->query_vars[’search‘] );

if ( $search ) {
$search = trim($search, ‚*‘);

if (stristr($search, “ „)) {

$search_exp = explode(“ „, $search);

// 1. Query: Vorname
$query1 = „SELECT * FROM wp_usermeta
WHERE meta_key = ‚first_name‘
AND meta_value LIKE ‚%“.$search_exp[0].“%'“;
$results1 = $wpdb->get_results($query1);
$vorname_ids = array();
foreach ($results1 as $key1 => $value1) {
$vorname_ids[] = $value1->user_id;
}

// 2. Query: Nachname
$query2 = „SELECT * FROM wp_usermeta
WHERE meta_key = ‚last_name‘
AND meta_value LIKE ‚%“.$search_exp[1].“%'“;
$results2 = $wpdb->get_results($query2);
$nachname_ids = array();
foreach ($results2 as $key2 => $value2) {
$nachname_ids[] = $value2->user_id;
}

$fullname_ids = array_intersect($vorname_ids, $nachname_ids);
$fullname_ids = implode(„,“, $fullname_ids);

$search_meta = $wpdb->prepare(“
ID IN (‚%s‘)“, $fullname_ids);

$uqi->query_where = str_replace(
‚WHERE 1=1 AND (‚,
„WHERE 1=1 AND (“ . $search_meta . “ OR „,
$uqi->query_where );
}
else {
$the_search = ‚%‘.$search.’%‘;

$search_meta = $wpdb->prepare(“
ID IN ( SELECT user_id FROM {$wpdb->usermeta}
WHERE ( ( meta_key=’first_name‘ OR meta_key=’last_name‘ OR meta_key=’billing_city‘ )
AND {$wpdb->usermeta}.meta_value LIKE ‚%s‘ )
)“, $the_search);

$uqi->query_where = str_replace(
‚WHERE 1=1 AND (‚,
„WHERE 1=1 AND (“ . $search_meta . “ OR „,
$uqi->query_where );
}
}
});

Animierte GIFs sind die Hölle

Zumindest im Plugin-Bereich von WordPress oder der eigenen WordPress-Seite!

Man sucht nach einem Plugin, erhält 537 Ergebnisse und muß sich jetzt einen Überblick verschaffen. Das wird aber immer schwieriger, weil die Icons, die bei den Plugins dabeistehen, ganz oft mit GIF-Animationen versehen sind, die die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und das Lesen und Verstehen der Plugin-Beschreibungen völlig unmöglich machen.

Wir befinden uns im Zeitalter der ständigen Ablenkung. Digital Fatigue.

Aber man kann auch was degegen tun!

Mein Plugin der Woche ist Toggle Animated GIF für Mozilla.

Und plötzlich hört das nervige Geblinke auf.  Aaaaahhhh 🙂

Ob die „Hersteller“ dieser GIFs wohl wissen, daß viele Leute wegen diesem Nerv das Produkt und die Herstellerfirma ablehnen und die beworbenen Dinge absichtlich ignorieren? Neee…vermutlich nicht…

WordPress schneller machen 2023 – #1: Google PageSpeed und WP Rocket

Hallo Zielgruppe.

Vor Jahren habe ich mal 2 Beiträge geschrieben, wie man WordPress schneller macht: #1: JavaScripts in den Footer und #2: Performance-Bremsen ermitteln.

Das war damals so mein Wissensstand für WordPress. Mittlerweile habe ich mich mit der Performance-Optimierung von WooCommerce-Shops befaßt, und da hat sich eine andere Vorgehensweise als sinnvoll herausgestellt: (Achtung…das kostet Geld!)

Zuerst auf Google Pagespeed Insights gehen und die betreffende WebSite testen.

Da kommen jetzt alle möglichen Dinge zum Vorschein, zuerst wird die Mobilansicht angezeigt, aber man kann auch auf Desktop umschalten.

Das Interessante sind die Empfehlungen, die unten stehen.

Z.B. könnte da stehen „Reduziere nicht verwendete CSS„. Daneben ein Pfeil zum rausklappen.

Mit einiger Wahrscheinlichkeit steht etwas mit WP-Rocket dabei, z.B. „Aktiviere das Entfernen von nicht verwendetem CSS-Code in WP Rocket, um dieses Problem zu beheben. Die Funktion verringert die Seitengröße, indem sie sämtlichen CSS-Code und alle Stylesheets entfernt, die nicht verwendet werden, und nur den für einzelne Seiten verwendeten CSS-Code beibehält.

Und genau das müssen wir jetzt machen. Hierhin gehen und WP-Rocket installieren. Kostet 59$ im Jahr, aber es gibt eine 14-tägige Money-Back-Garantie.
Dann einfach den Schalter finden, den Google Pagespeed Insights uns verraten hat, und einschalten.

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, daß man auf diese Art die größten Performance-Bremsen sehr einfach beseitigen kann. Manchmal wundert man sich ungläubig und reibt sich die Augen, wenn man sieht, was es tatsächlich gebracht hat 🙂

Aber klar, das kostet Geld, und nicht jeder kann/möchte das bezahlen.

Im nächsten Artikel stelle ich deshalb eine andere Methode vor, die nichts kostet, aber etwas mehr Arbeit bedeutet…

WooCommerce: Produkt im Warenkorb bearbeiten

Ich habe mich gerade damit rumgeschlagen, ein Produkt im Warenkorb zu bearbeiten.

Bei normalen Produkten ist das eigentlich nur die Anzahl, die geändert werden soll, und das kann man im Warenkorb selbst machen.

Bei Produkten mit Custom Attributes ist das schon schwieriger. Wenn z.B.  eine Bestellung auf mehrere Lieferadressen aufgeteilt werden soll, und von 5 Stück für Bruchmühlbach-Miesau jetzt 2 davon nach Thaleischweiler-Fröschen gehen sollen und nur 3 nach Bruchmühlbach-Miesau. Ich habe dafür mehrere Input-Felder erstellt und rechne die Gesamtanzahl mit JavaScript aus. Das klappt auch alles. Nur…wie editiert man das?

Eine Anfrage bei WooCommerce ergab, daß es diese Funktion nicht gibt. Und irgendwie scheint sie auch niemand außer mir zu vermissen. Was tun?

Selber machen 🙂

Meine Idee war, Löschen und Hinzufügen zu einer Bearbeiten-funktion zu kombinieren.

1.) Meine Warenkorb-Seite liegt (als WooCommerce-Template) in /wp-content/themes/mytheme/woocommerce/cart/cart.php. Es ist eine Kopie des Original-Woo-Templates. Ich gucke rein und sehe, daß die Löschfunktion mit esc_url(wc_g
et_cart_remove_url( $cart_item_key )…
gelöst wird. Ich baue daneben eine Edit-Funktion mit esc_url( $product_permalink ).“?edit_item=“.esc_attr( $cart_item[‚key‘] )… und übergebe den key. Unterhalb der Löschfunktion erstelle ich etwas in der Art:


echo apply_filters( 'woocommerce_cart_item_remove_link', sprintf('Bearbeiten',
esc_url( $product_permalink )."?edit_item=".esc_attr( $cart_item['key'] ),
__( 'Edit this item', 'woocommerce' ),
esc_attr( $product_id ),
esc_attr( $_product->get_sku() )
), $cart_item_key );

Der Link sieht so aus:


produkt/permalink/?edit_item=cc4dfe235de18d17fd11c3953d4a47d0

2.) Die Variable $edit_item steht für das Warenkorb-Item, das entfernt werden soll. Leider ist es mir nicht gelungen, den Key mit $_GET oder $_POST zu übergeben, deshalb verwende ich eine Session-Variable, die ich nach getanre Arbeit wieder lösche.

In der functions.php erstelle ich eine Funktion, die ddie Session-Variable erstellt:


function gw_edit_cart_item() {
$keytoremove = $_GET['edit_item'];
$_SESSION['keytoremove'] = $keytoremove;
}
add_action('woocommerce_after_single_product_summary', 'gw_edit_cart_item');

3.) So, erstellt. Jetzt brauche ich noch eine Funktion, die beim In-den-Warenkorb-legen des neuen Produktes das alte löscht. Und danach die Session-Variable. Ich mach das mit einer weiteren Funktion in der functions.php:


function gw_validate_add_cart_item( $passed, $product_id, $quantity, $variation_id = '', $variations= '' ) {
GLOBAL $woocommerce;
if ( isset ($_SESSION['keytoremove']) ) {
$keytoremove=$_SESSION['keytoremove'];
$passed = true;
$woocommerce->cart->remove_cart_item($keytoremove);
wc_add_notice( __( 'Produkt wurde aus dem Warenkorb entfernt', 'textdomain' ), 'notice' );
unset ($_SESSION["keytoremove"]);
}
return $passed;
}
add_filter( 'woocommerce_add_to_cart_validation', 'gw_validate_add_cart_item', 10, 5 );

 

4.) Jetzt sehe ich beim Produkt-Bearbeiten 2 Notices oben stehen:

„Produkt X wurde in den Warenkorb gelegt“
und
„Produkt wurde aus dem Warenkorb entfernt“

Das kann man sicher noch schöner machen…aber es funktioniert und macht genau das was es soll.

Freue mich über Anregungen und Ideen 🙂

Der GoogleMaps-Geocoder ist auch nicht mehr das was er mal war!

Ein Update zu meinem Artikel von neulich: „The Events Calendar“ mit OpenStreetMaps statt Google Maps.

Es hat quasi alles geklappt mit der im Artikel beschriebenen OpenStreetMap. Nur lagen manche Marker und Adressen extrem daneben, z.B. mitten in den USA, westlich von Sardinien im Meer oder auch in Zentralafrika. Dabei liegen die Orte eindeutig im schönen Rheinhessen. Was stimmt hier also nicht?

Das Problem trat sowohl auf der im ersten Artikel beschriebenen Events-Calendar-Seite als auch bei einer anderen WebSite auf, die die Adressen einfach aus einer selbst erstellten Dartenbank holt. Egal was man tut…es ist immer irgendwas nicht ok.

Offensichtlich ist es so, daß der Geocoder von Google Maps (also der Service, der aus einr Adresse Koordinaten macht) in letzter Zeit unzuverlässig geworden ist. Etwa seit Mai 2018, als dort zwingend Kreditkartendaten und strengere Regeln für die Benutzung eingeführt wurden (wieder ein Grund mehr, auf OpenStreetMaps umzustellen).

Deshalb habe ich folgende Lösung programmiert:

  • Ein neues Custom Field erstellt, und „latlng“ genannt.

Dazu muß man rechts oben im WP-Admin auf Optionen gehen und „Benutzerdefinierte Felder“ anwählen. Beim ersten Mal muß man „neues Feld“ auswählen und ihm den Namen „latlng“ geben. Beim nächsten Mal existiert latlng dann schon, das muß man dann in der Liste auswählen.

Links oben den Ort suchen. In der dann erscheindenden Karte die richtige Adresse lokalisieren, dann mit der rechten Maustaste dahin klicken und „Adresse anzeigen“ wählen. Jetzt erscheinen links die Koordinaten. Toll, gell?

  • Die Koordinaten komplett kopieren (etwa „49.7427,8.2378“), mitsamt dem Komma, und in das Feld latlng eintragen. Seite / Beitrag dann speichern.

Adresse stimmt jetzt, jetzt nur noch die Anzeige von Adresse auf Koordinaten umstellen, wenn dieses Feld gefüllt ist.

  • Die in der functions.php vorhandene Funktion, die den [leaflet-map]-Shortcode erzeugt, etwas erweitern.

Ich gehe mal davon aus, daß die Adresse bekannt ist, etwa in der Art oder so ähnlich:

$address .= $strasse." ".$hausnummer.", ".$plz." ".$ort;

dann wäre die Version mit funktionierendem Geocoder z.B. folgende:

$sc  = "[leaflet-map address='".$address."' tileurl='https://{s}.tile.opentopomap.org/{z}/{x}/{y}.png' zoom=14]";
$sc .= ' [leaflet-marker address="'.$address.', DE" '.$icon.']';
$sc .= $address.'[/leaflet-marker]';

muß jetzt geändert werden zu

$latlng = get_post_meta($post->ID, 'latlng');
if ($latlng) {
$latlng = explode(",", $latlng[0]);
$sc = '[leaflet-map lat='.$latlng[0].' lng='.$latlng[1].' tileurl="https://{s}.tile.opentopomap.org/{z}/{x}/{y}.png" zoom=14]';
$sc .= ' [leaflet-marker lat="'.$latlng[0].'" lng="'.$latlng[1].'" '.$icon.']';
$sc .= esc_html($address);
$sc .= '[/leaflet-marker]';
}
else {
$sc = "[leaflet-map address='".$address."' tileurl='https://{s}.tile.opentopomap.org/{z}/{x}/{y}.png' zoom=14]";
$sc .= ' [leaflet-marker address="'.$address.', DE" '.$icon.']';
$sc .= $address.'[/leaflet-marker]';
}

Jetzt stimmts 🙂

„The Events Calendar“ mit OpenStreetMaps statt Google Maps

Ein sehr beliebtes Kalender-Plugin ist The Events Calendar…auch schon in der kostenlosen Basisversion wunderbar und meistens ausreichend.

Man kann auch automatisch Google Maps einbinden. Das kann aber datenschutzrechtlich problematisch sein, denn eingebundene GoogleMaps benutzen viele viele Cookies und viele Tracker, um den Besucher der WebSite zu identifizieren und nachzuverfolgen. Das sollte man abschalten!

Eine Möglichkeit, OpenStreetMaps statt Google Maps einzubinden sucht man vergeblich. Auch der Support vom Events Calendar ist da eher lustlos: „Danke für deine Anfrage. Im Moment machen wir ganz viele Sachen, und evtl. ist dieses Feature auch schon dabei. Ansonsten schreib das doch einfach auf die Wishlist. Wir melden uns bei dir wann wir uns dransetzen.“ Tja…das Thema ist seit 4 Jahren in der Wishlist, und niemand hat sich je drangesetzt.

Also…setze ich mich halt mal dran 🙂

  1. Zuerst braucht man natürlich einen installierten  The Events Calendar mit mindestens einer Veranstaltung, die eine Adresse hat („Schnitzelbacher Straße 77a, 66321 Schmutzweiler“ z.B.). Jetzt im Admin-Bereich beiVeranstaltungen -> Einstellungen -> Allgemein -> Karteneinstellungen -> Google Karte aktivieren -> ankreuzen.Klar, dann kommt jetzt eine GoogleMap, aber die ist auch gleich wieder weg.
  2. Jetzt das Plugin Leaflet Map installieren. Das bindet wunderschöne OpenStreetMaps ein, mit wählbarem Stil (Wasserfarben etc.) und ist ganz leicht mit [shortcode] steuerbar.
  3. Jetzt muß man dem Events Calender nur noch sagen, daß er einen anderen Atlas nehmen soll:
    1. Die Datei the-events-calendar\src\views\modules\map.php finden
    2. und so wie oben in der Datei beschrieben  ins Theeme-Verzeichnis kopieren
      [your-theme]/tribe-events/modules/map.php
    3. Jetzt nur noch im Code ein paar Zeilen ändern. Das hier:

      $style = apply_filters( 'tribe_events_embedded_map_style', "height: $height; width: $width", $index );
      ?>
      <div id="tribe-events-gmap-<?php echo esc_attr( $index ) ?>" style="<?php echo esc_attr( $style ) ?>" aria-hidden="true"></div><!-- #tribe-events-gmap-<?php esc_attr( $index ) ?>

      ändern in

      $address = tribe_get_address( $venue_id ).", ".tribe_get_zip( $venue_id )." ".tribe_get_city( $venue_id ).", ".tribe_get_country( $venue_id );
      $shortcode  = '[leaflet-map address="'.$address.'" zoom="15" fit_markers="1"]';
      echo do_shortcode($shortcode);
      ?>

Fertig 🙂 Wer will kann bei der Karte jetzt noch mit diversen Shortcodes Aussehen und Verhalten ändern…

DSGVO#5 – Cookie-Nervbox online erstellen

Wer ein modernes System wie WordPress hat, kann ja ganz einfach mit einem entsprechenden Plugin eine Cookiebox erstellen. Aber was ist mit Besitzern selbstprogrammierter Seiten, oder z.b. älteren CMS- oder Shopsystemen wie OScommerce?

Dafür gibt es jetzt eine einfache Lösung: https://cookieconsent.insites.com

Das Online-Tool generiert ein paar Zeilen Code, die dann einfach vor den schließenden </ head > eingeklebt werden, mit vielen vielen Möglichkeiten und Farben. Sehr empfehlenswert!

DSGVO#3 – Google-Fonts lokal speichern

Bei eingebetteten Google Fonts sollte das meiner Meinung nach in der Datenschutzerklärung erwähnt werden („Berechtigtes Interesse“), denn Google trackt ganz bestimmt IP-Adresse und Referrer (und wer weiß was nicht noch alles).

Man kann die Google Fonts aber auch lokal kopieren und damit das Tracking verhindern. Das geht so:

    1.  Nachsehen, um welche Fonts es sich handelt.Ich kann das ganz gut im Quelltext sehen, indem ich nach fonts.googleapis.com suche. Dann finde ich einen oder mehrere Links, die etwa so aussehen:
      http://fonts.googleapis.com/css?family=Architects+Daughter:400|Patua+One:400&subset=latin.
      Hier handelt es sich um die beiden Schriftart Architects Daughter und Patua One je mit einer „Dicke“ von 400 und dem Zeichensatz latin.

      Die müssen wir uns jetzt holen und lokal speichern. Dazu gibt es eine schöne Anleitung, es wird sogar ein Plugin erstellt, das wir dann bei uns hochladen können: https://www.news47ell.com/how-to/host-google-fonts-locally-wordpress/
    2. Jetzt müssen wir nur noch den früheren Aufruf der Fonts bei fonts.googleapis.com entfernen. Aber wo ist der versteckt?Hier stehen ein paar Möglichkeiten dazu:
      https://stackoverflow.com/questions/29134113/how-to-remove-or-dequeue-google-fonts-in-wordpress-twentyfifteen

      Bei Standard-Themes (Twentyfifteen etc.) scheint es auszureichen, den Font-Aufruf mit z.B.
      wp_dequeue_style ('twentyfifteen-fonts');
      auszubauen. (der 2. Link oben zu Stackoverflow, 1. Antwort)Wenn das nicht klappt: Es gibt ein Plugin, das genau das tun soll. Es heißt Remove Google Fonts ReferencesWenn das auch nicht klappt, würde ich den gesamten PHP-Code meines Themes (Child und Parent) nach „googleapis“ oder „fonts“ durchsuchen. Irgendwo ist da eine Funktion. Raus damit und // davorgesetzt.
    3. Nachsehen, ob der Aufruf zu fonts.googleapis.com im Quelltext verschwunden ist
    4. Wenn  nicht…ist vielleicht ein Caching-Plugin aktiv?
    5. Nachtrag zum Theme AVADA:
      Hier ist es etwas komplizierter. Die Fonts können wie oben beschrieben ausgebaut und lokal installiert werden, dann sind sie aber immer noch im Quelltext mit einer Google-Verlinkung sichtbar Was auch immer AVADA da tut, es ist (wie immer) kompliziert, umständlich und langsam. Meine Lösung ist, daß in den Avada-Schriftarten-Einstellungen die entsprechende Schriftart ausgewählt sein muß, die dann auch benutzt wird (und lokal gespeichert sein sollte).

DSGVO-Tips und Tricks

Hier erscheinen jetzt demnächst ein paar Dinge und ToDos und Fundstücke im Bezug auf die DSGVO, die für mich Sinn machen, und die ich so oder so ähnlich auch umgesetzt habe.

Das kann man keinesfalls als Rechtsberatung bezeichnen, denn ich weiß manchmal selbst nicht so genau, ob die Dinge, die ich umsetze, jetzt richtig oder falsch sind.

Im Bereich DSGVO und Datenschutz kann man derzeit eine große Verunsicherung und ein gefährliches Halbwissen feststellen, gepaart mit einer massiven Panik, je näher der 25.05.2018 rückt.

OK, ich fang dann gleich mal an.

  1. Google Fonts lokal speichern